Diamanten sind die wohl kleinste und wertvollste Geldanlage der Welt, und 1.000
Mal seltener als Gold.
Eine gut geplante Geldanlage setzt Grundkenntnisse zu Diamanten voraus. Welche Diamanten
eignen sich als Geldanlage, welche nicht? Wie sieht ein gutes Diamanten-Zertifikat
aus? Sollte man lose oder versiegelte Diamanten kaufen? Was sollten Sie bei ihrem
Diamanten-Investment bereits heute beachten,
damit Sie Ihre Anlage-Diamanten später besser verkaufen können? So optimieren
Sie Liquidität und Rendite Ihres Diamanten-Investments:
Seit der Antike sind Diamanten von Mythen und Legenden umwoben. Leider gilt dies
oft auch für Diamanten-Investments. Vieles, was
man Diamanten als Geldanlage nachsagt, entspricht nicht mehr dem neuesten
Stand. Wie jedes andere Investment auch, verfügen Anlage-Diamanten über Vor- und
Nachteile. Die Entscheidung, ob Diamanten als Geldanlage in Frage kommen oder nicht,
sollte eigenverantwortlich, entsprechend persönlicher Präferenzen getroffen werden.
Nachfolgend einige Anregungen für Ihren individuellen Analyseprozess:
Je höher das Karatgewicht eines Diamanten bei ansonsten exzellenter Qualität, desto
besser seine Rendite.
| Rendite verschiedener Geldanlagen im 10-Jahres-Vergleich |
| Anlage und Werteinheit
|
Wert in USD zum 02.01.2002
|
Wert in USD zum 02.01.2012
|
Wertzuwachs in % pro Jahr
|
Wertzuwachs in % kumuliert
|
| Diamant zu 0,5 Karat1
|
3.600,00 $
|
4.325,00 $
|
+ 2,01 %
|
+ 20,14 %
|
| Diamant zu 1 Karat1
|
18.000,00 $
|
25.900,00 $
|
+ 4,39 %
|
+ 43,88 %
|
| Diamanten zu 5 Karat1
|
285.000,00 $
|
700.000,00 $
|
+ 14,6 %
|
+ 145,61 %
|
| Goldbarren zu 1 Unze2
|
279,00 $
|
1.566,00 $
|
+ 46,12 %
|
+ 461,29 %
|
| Silbermünzen zu 1 Unze3
|
4,60 $
|
27,86 $
|
+ 50,56 %
|
+ 505,65 %
|
| Einfamilienhaus in den USA4
|
227.600,00 $
|
274.200,00 $
|
+ 2,05 %
|
+ 20,47 %
|
| Aktien, S&P 5005
|
1.154,67 $
|
1.277,06 $
|
+ 1,06 %
|
+ 10,6 %
|
| Sparkonto6
|
50.000,00 $
|
55.231,11 $
|
+ 1,04 %
|
+ 10,46 %
|
|
Quellangaben und Anmerkungen
|
Die Rendite von Diamanten und anderen Geldanlagen
Die Rendite der verschiedenen Geldanlagen spricht zunächst für sich. Was sich in
der Rendite allerdings nicht ausdrückt, sind die Kursschwankungen
der jeweiligen Geldanlagen. Es ist eine Frage der persönlichen Einstellung, ob
man eine Geldanlage lieber längere Zeit halten, oder im Falle eines Kursanstiegs
jederzeit in der Lage sein möchte, durch einen kurzfristigen Verkauf Kursgewinne
zu realisieren. Es gilt also, Fragen der Rendite und der Liquididät gegeneinander
abzuwägen. Die Preisentwicklung von Diamanten zeigte, insbesondere im Vergleich
mit Gold und Silber, in der Vergangenheit einen relativ kontinuierlichen Aufwärtstrend
ohne große Schwankungen. Die Kurse von Gold und Silber hingegen schwankten teilweise
erheblich. Diversifizieren Sie ihre Geldanlagen deshalb auch im Segment der Sachwerte.
So streuen Sie das Risiko. Diesen Umstand berücksichtigen wir auch in unseren
Anlage-Paketen.
Diamanten-Investments eignen sich, wie unser Beispiel zeigt, ideal, um Wert zu konservieren.
Während viele Geldanlagen in Marktphasen wie der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise
zwischenzeitlich an Wert verloren, verzeichneten Diamanten-Investments sogar Gewinne,
insbesondere im Segment der großen, hochwertigen Anlage-Diamanten. Das klassische
Sparkonto erbringt nicht einmal den Inflationsausgleich.
Auf Diamanten zur Geldanlage fallen 19 % Mehrwertsteuer an. Kursgewinne ab einem
Jahr
Haltedauer sind steuerfrei.
| Steuern auf Geldanlagen im Vergleich
|
| Art der Geldanlage
|
Mehrwert-steuer in %
|
Abgeltungssteuer inkl. Solidaritätzuschlag in %
|
Steuer auf private Veräußerungsgewinne
|
| Diamanten
|
19
|
0
|
Nach mindestens einem Jahr Haltedauer dürfen Veräußerungsgewinne steuerfrei
vereinnahmt
werden.
|
| Feingoldbarren/-münzen
|
0
|
0
|
| Silberbarren
|
19
|
0
|
| Bullion-Silbermünzen
|
7
|
0
|
| Immobilie, vermietet
|
0
|
0
|
Veräußerungsgewinne werden individuell besteuert und sind erst nach 10 Jahren Haltedauer
steuerfrei.
|
| Immobilie, selbst genutzt
|
0
|
0
|
Veräußerungsgewinne sind steuerfrei, sofern die Eigennutzung mind. 2 Jahre durchgängig
erfolgte.
|
| ETF oder Zertifikate, z.B. auf Edelmetalle
|
0
|
26,375
|
Die Abgeltungssteuer wird bereits von der Bank einbehalten und gilt
damit als »abgegolten«.
|
| Aktien
|
0
|
26,375
|
| Fonds
|
0
|
26,375
|
| Sparkonto 1
|
0
|
26,375
|
|
|
Wie hoch sind die Steuern auf Diamanten im Vergleich zu anderen Geldanlagen?
In unseren Diamanten-Preisen ist bereits die gesetzliche Mehrwertsteuer von 19 %
enthalten. Kursgewinne sind bei einem späteren Verkauf steuerfrei, sofern die Geldanlage
nicht vor Ablauf der gesetzlichen Spekulationsfrist von einem Jahr verkauft wird.
Auf Geldanlagen in Diamanten und Edelmetalle fällt zudem keine Abgeltungssteuer
an. Bei Aktien, Wertpapieren und Fonds hingegen sind unabhängig vom Zeitpunkt der
Veräußerung 25% Abgeltungssteuer zu zahlen.
Steuern auf Diamanten und andere Geldanlagen*
Abgeltungssteuer auf private Geldanlagen
Für physische Geldanlagen wie Edelmetalle und Diamanten fällt keine Abgeltungssteuer
an. Die Abgeltungssteuer wird in Deutschland seit dem 01.01.2009 auf private Kapitalerträge
erhoben, z.B. auf Geldanlagen in Wertpapiere, Aktien und Fonds. Sie ist zwar eine
Form der Einkommensteuer, wird aber anonym durch das kontoführende Kreditinstitut
an das Finanzamt abgeführt. Damit gilt sie als »abgegolten«. Die Abgeltungssteuer
beträgt 25% zuzüglich 5,5% Solidaritätszuschlag
und gegebenenfalls Kirchensteuer, wobei diese bei Kirchenmitgliedern zwischen 8–9%
der Abgeltungssteuer betragen kann.
Mehrwertsteuer auf private Geldanlagen
Die Mehrwertsteuer von 19% wird in Deutschland auf Waren und Dienstleistungen erhoben,
darunter auch Diamanten und alle Industrierohstoffe, z.B. Industriemetalle. Geldanlagen,
die als gesetzliches Zahlungsmittel ausgewiesen sind, darunter Feinsilbermünzen
und -münzbarren unterliegen einem verringerten Mehrwertsteuersatz von 7%. Von der
Mehrwertsteuer befreit sind u.a. Feingoldmünzen und -barren sowie Immobilien. Die
Mehrwertsteuer ist eine
»Umsatzsteuer mit Vorsteuerabzug«, d.h. ein Händler, der die Ware lediglich zwischenzeitlich
besitzt, lässt sich die Mehrwertsteuer als Vorsteuer vom Finanzamt zurück erstatten.
Demnach wird nicht der gesamte Umsatz besteuert, sondern nur die Differenz zwischen
Ein- und Verkaufspreis – der vom Händler geschaffene »Mehrwert«.
Private Veräußerungsgewinne
Erlöse aus privaten Veräußerungsgeschäften über 600 Euro müssen in der Einkommenssteuererklärung
erklärt werden. Das betrifft zum Beispiel Gewinne oder Verluste aus dem Verkauf
von Immobilien. Für Immobilien gilt, wie auch für Edelmetalle eine gesetzliche Spekulationsfrist
– ein Jahr für Edelmetalle und Diamanten, 10 Jahre für Immobilien. Innerhalb dieser
Frist sind Erlöse aus Veräußerungsgeschäften steuerpflichtig, danach können sie
steuerfrei vereinnahmt werden. Private Veräußerungsgewinne erhöhen das zu versteuernde
Einkommen. Die Höhe der Steuer ergibt sich aus der individuellen Besteuerung und
lässt sich nicht pauschal beziffern.
Die Art der Diamanten und die Wahl des Anbieters entscheidet über die Liquidität
von Anlage-Diamanten.
Halbkaräter sind liquider als Einkaräter.
Mit der Liquidität ist es wie mit der Marktsituation – sie kann schwanken. Deshalb
sollten Sie auch Sachwert-Anlagen stets diversifizieren!
Wie liquide sind Diamanten im Vergleich zu anderen Geldanlagen?
Bei physischen Geldanlagen, z.B. Goldbarren, Anlage-Diamanten oder Immobilien, ist
stets relevant, ob sich ihre Geldanlage auch schnell und unkompliziert wieder verkaufen
lässt. Bisher dauerte es bei Anlage-Diamanten meist eine Weile, bis ein passender
Käufer gefunden war, der einen guten Preis für den Diamanten zahlte. Nur wenige
Diamanten-Händler und Juweliere kaufen Diamanten an, und nicht selten liegen die
Angebote bis zu 60% unter dem ursprünglichen Investitionsbetrag.
Durch das innovative
Angebot der TASS Wertpapierhandelsbank GmbH bleibt Ihr Diamanten-Investment stets
liquide, denn wer zertifizierte Anlage-Diamanten bei uns erwirbt, erhält eine dauerhafte
Rückkaufgarantie für unversehrt originalversiegelte Diamanten mit Zertifikat – und
zwar zu fairen Marktpreisen! Unsere An- und Verkaufspreise werden auf unseren Bloomberg-Seiten
veröffentlicht sowie unseren Kunden auf Anfrage individuell mitgeteilt. So sind
Investoren jederzeit über die Marktsituation informiert. Natürlich entscheidet auch
die Auswahl der Diamanten selbst über die Liquidität. So sind Halbkaräter grundsätzlich
liquider als Einkaräter, aber auch hinsichtlich ihrer Preisentwicklung weniger
renditestark.
Unser Tipp: Diversifizieren Sie Ihre Geldanlagen
Nicht zuletzt im Hinblick auf die Wiederverkäuflichkeit sollten Sie ihre Geldanlagen
im Segment der Sachwerte stets diversifizieren. So streuen Sie das Risiko und setzen
nicht alles auf eine Karte. Anlage-Diamanten sind eine ideale Ergänzung oder Alternative
zu anderen Sachwerten, z.B. Gold, Silber oder Immobilien. Diesen Aspekt berücksichtigen
wir auch bei der Zusammenstellung von Gold, Silber und
Anlage-Diamanten in unseren
Anlage-Paketen.
So optimieren Sie die Liquidität von Diamanten-Investments
Wählen Sie marktgängige Diamanten mit guter Nachfrage, denn wie liquide eine Geldanlage
in Diamanten ist, entscheidet sich teilweise bereits
beim Kauf. Kaufen Sie als Geldanlage stets hochwertige, zertifizierte, versiegelte
und mit Laserinskription versehene Anlage-Diamanten, deren Qualität zweifelsfrei
nachgewiesen ist. Dies ermöglicht Ihnen eine schnellere Liquiditätsbeschaffung.
Sie steigern Ihre Chancen für einen späteren Verkauf und vermeiden
Preisverhandlungen unter dem Vorwand, der Diamant müsse zwecks Nachweis der Echtheit
zunächst bei einem gemmologischen Institut eingeschickt werden. Möglicherweise sind
auch unsere Anlage-Pakete mit einer Kombination aus Edelmetallen und Diamanten für
Sie interessant?
Die Liquidität von Edelmetallen im Vergleich zu Diamanten
Physische Edelmetalle sind als Geldanlage bekannter als Diamanten und können
schneller wieder verkauft werden. Seit die TASS Wertpapierhandelsbank
GmbH An- und Verkaufkurse für Diamanten stellt, ist der Diamanten-Markt allerdings
ein gutes Stück liquider geworden. Im Vergleich zu Edelmetallen sind Diamanten jedoch
vor allem durch ihren geringen spekulativen Charakter interessant: Edelmetalle unterliegen
stärkeren Kursschwankungen, die durch spekulative Marktteilnehmer, wie z. B. Hedgefonds,
verursacht werden. Im Diamanten-Markt hingegen können Hedgefonds aufgrund der geringen
Marktgröße nicht agieren. Die Entwicklung der Diamanten-Preise unterlag in der Vergangenheit
nur geringen Kursschwankungen und folgte einem langfristigen Aufwärtstrend.
Wer den Verkauf einer Geldanlage in Diamanten plant, kann sich im Normalfall also
ruhig Zeit nehmen, und muss nicht, wie bei physischen Edelmetallen, auf das nächste
Kurshoch lauern. Anders als bei Edelmetallen gibt es im Diamanten-Markt
nicht einmal Zertifikate oder ETF – man kann Diamanten nur physisch kaufen, und
der Markt ist ein natürlicher Markt, der den Gesetzen von Angebot und Nachfrage
folgt.
Die Liquidität von Immobilien im Vergleich zu Diamanten
Kaum ein Deutscher zweifelt den Nutzen von Immobilien-Investments an. Doch auch
für eine Immobilie muss, wie bei einer Geldanlage in Diamanten, zunächst ein passender
Käufer gefunden werden. Anders als Anlage-Diamanten erzeugen diese »immobilen« Geldanlagen
jedoch einen teils erheblichen Erhaltungsaufwand. Während
die Qualität von Anlage-Diamanten durch eine Zertifizierung sichergestellt werden
kann, unterliegt die Investment-Eignung von Immobilien der subjektiven Prüfung eines
Gutachters und zahlreichen anderen Faktoren, wie etwa der geografischen Lage oder
dem aktuellen Zinsniveau. Das Risiko von Fehlentscheidungen, die sich massiv auf
die Wiederverkäuflichkeit der Immobilie auswirken können, kann bei Immobilien
erheblich sein.
Früher galten Diamanten als komplizierte, intransparente Geldanlagen. TASS
setzt neue Standards in Sachen Transparenz.
Als Börsenmitglied profitiert TASS von der Liquidität und Marktbreite der weltweiten
Diamantenbörsen.
Institutionelle Investoren finden aktuelle An- und Verkaufspreise für Diamanten
bereits auf Bloomberg unter »TASS5«. Quelle: Bloomberg
Wie transparent sind Diamanten als Geldanlage?
In der Vergangenheit war die Preistransparenz von Anlage-Diamanten stark eingeschränkt.
Gerade für Privatanleger gab es keine Übersicht über offizielle An- und Verkaufspreise
für Diamanten. Das Fehlen offizieller Börsenkurse
für Anlage-Diamanten
ist unter anderem auf die zahlreichen preisbildenden Qualitätsmerkmale von Diamanten
zurückzuführen. Während physisches Gold als Geldanlage lediglich besonders rein
sein sollte, also Feingold der Qualität 999,9, nimmt bei Diamanten-Investments ein
komplexes Zusammenspiel aus Gewicht, Farbe, Reinheit und Schliff Einfluss auf die
Eignung als Geldanlage.
Um eben diese Preistransparenz auch für Privatkunden darstellen zu können und Diamanten
als Geldanlage einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, entwickelt die
TASS Wertpapierhandelsbank GmbH derzeit ein Onlineportal mit öffentlichen Preisen
für Anlage-Diamanten. Auf der Handelsplattform Bloomberg stehen unsere Diamanten-Ankaufs-
und Verkaufskurse professionellen Investoren bereits zur Verfügung. Privatkunden
erhalten bei Bedarf telefonisch Auskunft.
Wer Diamanten als Geldanlage kaufen möchte, sollte sich zunächst unbedingt einen
Überblick über das aktuelle Preisniveau verschaffen. Nur wer weiß, wo der Markt
gerade steht, hat die Chance, Diamanten zu fairen Preisen zu erwerben – umso besser
kann die Rendite bei einem späteren Verkauf des Diamanten-Investments ausfallen.
Nützliche Tipps für den Preisvergleich von Anlage-Diamanten finden Sie in unserem
Artikel
Diamanten-Preise.
Die Margenstruktur erwies sich im Diamantenmarkt bislang kaum als kundenorientiert.
Privatanleger kaufen Diamanten zur Geldanlage oftmals im Schmuckeinzelhandel. Im
Schmuckgeschäft sind allerdings Margen von rund 50 bis 60 Prozent
üblich – und das, obwohl die im regulären Schmuckhandel angebotenen Diamanten meist
nicht als Geldanlage geeignet sind. So werden für Schmuck oftmals Diamanten mittlerer
Qualität verarbeitet. Einzelhändler, darunter die meisten Juweliere, stehen
meist weiter hinten in der Lieferkette als professionelle Diamanten-Händler, die
an einer Diamanten-Börse zugelassen sind.
Über die Anbindung unserer Händler an die Antwerpener Diamanten-Börse und über internationale
Diamanten-Handelsplattformen erzielen wir hervorragende Einkaufspreise, die wir
an unsere Kunden weitergeben. Infolgedessen kaufen unsere Kunden Diamanten zu fairen,
marktgerechten Preisen. Das stetig wachsende Umsatzvolumen scheint dies zu bestätigen.
Durch das Zertifikat, die Versiegelung und kontrollierte Lieferwege lassen sich
Fälschungen sicher ausschließen.
-
Farbveränderte Diamanten
Farbveränderte Diamanten sind natürliche, echte Diamanten, deren ursprüngliche Farbe
mit Hilfe von Gamma-, Neutronen- oder Protonenstrahlung künstlich verändert wurde.
Sie müssen im Diamanten-Zertifikat mit dem Zusatz »farbverändert«
bzw. »color enhanced« gekennzeichnet werden. Preislich liegen sie weit unter natürlich
weißen Diamanten und kommen keinesfalls als Geldanlage in Frage. Die Bestrahlung
wird
vor allem für Schmuckdiamanten eingesetzt, wobei man meist gelbliche oder bräunliche
Diamanten weißer färbt. Aber auch Farbdiamanten, sogenannte
»Fancy Diamonds«, können durch Bestrahlung erzeugt werden. Neutronen- oder
Protonen-Strahlung kann sogar zu einer Strahlenbelastung durch radioaktive
Nebenprodukte führen. Es gibt Edelsteine, die für eine gewisse Zeit in Quarantäne
verbleiben, bis ihre Radioaktivität den Grenzwert von 100 Bq/g unterschreitet.
Foto: Eurico Zimbres, Wikimedia Commons
-
Zirkonia
Zirkonia sind Einkristalle aus Zirconium(IV)-oxid und chemisch gesehen keine Diamanten.
Meist werden sie wie Diamanten geschliffen und oft bis hin zu künstlichen
Einschlüssen dem Original angenähert. Brillanz und Ausstrahlung reichen jedoch nicht
an hochwertige Diamanten heran: Zirkonia verfügen über eine
geringere Lichtbrechung mit einem Index von 2,18 gegenüber 2,42 bei Diamanten.
Wirft man einen Zirkonia in Wasser, ist er kaum sichtbar – anders als Diamanten.
Die Dichte von Zirkonia (5,8 g/cm³) ist höher als bei Diamanten (3,5 g/cm³), sodass
ein Zirkonia etwa um die Hälfte schwerer ist, als ein vergleichbarer Diamant.
Mit 8–8,5 Mohs sind Zirkonia weicher als Diamanten. Händler zahlen für Zirkonia
im Einkauf ca. 2 Euro/Karat. Onlineshops bezeichnen Zirkonia nicht selten als »hochwertige
Kunst-Diamanten« oder kennzeichnen sie mit dem Kürzel CZ für »Cubic Zirconia«.
Foto: Marcus Saperaud, Wikimedia Commons
-
HPHT-Diamanten
HPHT-Diamanten (High-Pressure-High-Temperature) sind künstlich hergestellte, aber
aus chemischer Sicht echte Diamanten. Während natürliche Diamanten Oktaeder bilden,
kristallisieren HPHT-Diamanten als Kubo-Oktaeder mit dodekaedrischen und trapezförmigen
Flächen. In geschliffener Form können nur gemmologische Institute den Nachweis
erbringen, deshalb ist die Zertifizierung und Versiegelung so wichtig. Auch HPHT-Diamanten
müssen als »synthetisch/synthetic« bzw. »künstlich/artifical« gekennzeichnet werden.
General Electric und De Beers stellen HPHT-Diamanten in großen Mengen her. Graphit
wird mit Hilfe eines metallischen Katalysators bei ca. 60.000 bar Druck auf 1500–1600
°C erhitzt. Ein Diamant wächst, je nach Gewicht, in ca. 8–14 Tagen und kann in
Weiß, Gelb, Orange, Grün und Blau erzeugt werden. Echte Diamanten lassen sich so
aufhellen.
Foto: Wikimedia Commons
-
CVD-Diamanten
CVD-Diamanten werden durch Gasphasenabscheidung (Chemical Vapor Deposition)
gezüchtet. Sie sind chemisch und physikalisch identisch mit natürlichen Diamanten
und als synthetische Ware kennzeichnungspflichtig. Nur gemmologische Institute können
den Unterschied
feststellen. Ein Impfkristall wird mit Mikrowellen in einem Plasma aus Wasserstoff
und Methan erhitzt, in nur 12 Stunden wächst ein Karat. Je reiner der Impfkristall,
desto weniger Einschlüsse. Dünnste Schichten sind ebenso möglich wie eine Anlagerung
auf metallenen Werkzeugen. Die hohe Härte, Wärmeleitfähigkeit
und breitbandige optische Transparenz ermöglicht High-Tech-Anwendungen
wie optische Linsen, Teile für Hochleistungslaser oder Röntgenanoden. Weil die meisten
CVD-Diamanten braun sind, muss die Farbe oft nachträglich mit dem HPHT-Verfahren
aufgehellt werden. CVD-Diamanten kosten nur etwa 10 € pro Karat.
Foto: Steve Jurvetson, Flickr
-
Moissanit
Moissanit ist kein Diamant, sondern Siliciumcarbid. Er wird häufig als günstiger
Diamant-Ersatz für Schmuck verwendet. Beim Echtheitsnachweis
gibt erst ein gemmologisches Zertifikat mit Versiegelung Sicherheit. Bei der Herstellung
werden Quarzsand und Kohlenstoff bei 2000–2300 °C innerhalb von nur
36 Stunden zu Moissanit, wobei Qualität, Reinheit und Farbe beeinflussbar sind.
Mit 9,25 Mohs ist Moissanit etwas weicher als Diamant. Hinsichtlich
Brillanz und Dispersion können Moissanite Diamanten durchaus das Wasser reichen.
Ihre spezifische Dichte liegt mit 3,21 geringer als bei Diamanten (3,52).
Die Lichtbrechung (2,65 - 2,69) ist anders als bei CVD-, HPHT- und natürlichen
Diamanten, und nur durch eine der Kronenfacetten sichtbar: Das Licht wird anstatt
in einen in zwei Lichtstrahlen aufgebrochen, sodass die Kalette und jede einzelne
Facette doppelt zu sehen ist.
Foto: Flickr, 3BL Media
Sind synthetische Diamanten genauso viel Wert wie echte?
Künstliche Diamanten gingen bereits in den 1950er Jahren in Serienproduktion. Dies
beeinflusste die Preisentwicklung von Diamanten
zur Geldanlage
keineswegs nachteilig – vielmehr stiegen die Diamanten-Preise langfristig unbeeindruckt
weiter und Diamanten erweisen sich bis heute als attraktives Investment. Darin lässt
sich der Diamanten-Markt gut mit dem Kunstmarkt vergleichen: Auch wertvolle
Kunstwerke stiegen bisher stets im Wert, obwohl man mit Hilfe moderner Technologien
seit geraumer Zeit
glaubhafte Reproduktionen anfertigen kann. Wie bei Kunst auch ist der Wert von Diamanten
eben nicht von ihrer Reproduzierbarkeit abhängig, sondern von ihrer Seltenheit und
Schönheit, und ihrem Wert für den Menschen. So misst der Mensch Diamanten und Edelsteinen
seit Jahrtausenden einen einzigartigen Wert bei, und sie sind kulturell tief verankert.
Durch die Kontrolle der Lieferwege von der Mine bis zum Zertifizierungsinstitut
lässt sich sicherstellen, dass synthetische Diamanten oder farbveränderte Steine
nicht in den Handel gelangen. Wer sich bei der Geldanlage stets an die goldene Regel
hält, versiegelte Diamanten mit Zertifikat und Lasergravur zu kaufen, muss sich keine
Sorgen machen. Die anerkannten gemmologischen Institute verfügen über modernste
Prüftechniken, um künstlich hergestellte und natürliche Diamanten zweifelsfrei zu
unterscheiden. Diamanten, die durch den Menschen behandelt oder erzeugt wurden,
müssen stets gekennzeichnet werden, zum Beispiel durch die Worte »synthetisch/synthetic«,
»künstlich/artifical« oder »farbverändert/color enhanced«.
Synthetische Diamanten können heute mit unterschiedlichen Herstellungsverfahren
erzeugt werden, liegen aber preislich immer deutlich unter hochwertigen natürlichen
Diamanten. Meist werden sie entweder industriell eingesetzt, oder für Billigschmuck.
Synthetische Diamanten werden heute durch eine wachsende Zahl von Unternehmen in
aller Welt erzeugt. Seither sieht man sich auch bei der Geldanlage mit dem Einwand
konfrontiert, Diamanten seien, anders als Gold oder Silber, beliebig reproduzierbar,
und infolgedessen kein geeignetes Investment. Gleichermaßen könnte man behaupten,
der Absatz hochwertiger Markenhandtaschen sei massiv rückläufig, seit China oder
die Türkei billige Fälschungen auf den Markt werfen. Selbstverständlich bedienen
Imitate stets einen vollkommen anderen Markt – im Fall von Diamanten den Markt für
Billigschmuck.